Allianz SE

Die Allianz SE wurde 1890 gegründet und ist – betrachtet man den Umsatz und die Marktkapitalisierung – der weltgrößte Versicherungskonzern und gehört zu den größten Finanzdienstleistungskonzernen. Der Hauptsitz der Allianz war nach der Gründung im oberbayerischen München vorerst in Berlin zu finden. Die Aktien konnten erstmals 1895 an der Berliner Börse gehandelt werden. Heute werden die Aktien an der Börse in Frankfurt am Main gehandelt. Aufgrund eines zu geringen Handelsvolumens wurde 2009 mitgeteilt, dass sämtliche Handelsaktivitäten an ausländischen Börsenplätzen eingestellt werden.

Die heutige Rechtsform ist die einer Europäischen Gesellschaft (Abk. Societas Europaea, SE). Das Unternehmen ist mit seinen Büros in fast allen Kontinenten der Welt tätig. Besonders stark vertreten ist die Allianz SE in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. In Amerika und Afrika wird auf verschiedene Schwerpunkte gesetzt, i.e. es wird nicht die gesamte Produktpalette angeboten.

 

Geschichte

Als Gründer der Allianz im Jahr 1980 werden bis auf Schmidt-Polex und von Schauss alle Aufsichtsratsmitglieder der damaligen Münchner Rückversicherungsgesellschaft benannt. Das nötige Startkapital wurde neben den Gründern maßgeblich vom Bankhaus Merck Finck & Co (~ 1.50 Millionen Mark) und der Deutschen Bank (~ 1 Millionen Mark) bereitgestellt.

Während den 1920 Jahren wurden im Zuge der durch Deutschland ziehenden Fusionswelle unterschiedliche Unternehmen aufgekauft. In der Nachkriegszeit wurden in München (Allianz Versicherungs-AG) und in Stuttgart (Allianz Lebensversicherungs-AG) zwei neue Zentralen aufgebaut.

Die Allianz gehörte zu den ersten Unternehmen, die für ihren Versichertenbestand die elektronische Datenverarbeitung – mithilfe eines maschinenhallengroßen IBM Computers – einführten. Im Jahr 1958 wurde der allseits bekannte Werbeslogan ‘… hoffentlich Allianz versichert” eingeführt.

1956 wollte das Bankhaus Merck Finck & Co seinen bis dato 40 prozentigen Anteil verdeckt erhöhen, um zum Hauptanteilseigner aufzusteigen. Da das nicht gelang, wurden sämtliche Aktien bis zum Jahr 1990 veräußert.

Es folgten etliche weitere Übernahmen im europäischen Raum. Durch die Übernahme der staatlichen Versicherung in der DDR und der größten Ungarischen Versicherung erfolgte erstmals eine Expansion nach Osteuropa. Durch die Gründung von Tochtergesellschaften konnte 1990 auch eine Expansion nach Japan und Indonesien erreicht werden.

1997 wurden 51% der Aktien der zu diesem Zeitpunkt zweitgrößten französischen Versicherung gekauft. Diese 9.2 Milliarden treuere Übernahme brachte den Durchbruch; die Allianz konnte zum weltgrößten Versicherungskonzern aufsteigen. Am 13. Oktober 2006 wurde die Umwandlung der Allianz AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) bekannt.

2001 musste erstmals seit der Firmengründung ein Verlust verzeichnet werden, nachdem die Dresdner Bank übernommen wurde. Diese wurde später an die Commerzbank abgestoßen. Die Naturkatastrophen in Mitteleuropa, der Anschlag auf das World Trade Center und die Krise in den Finanzmärkten trugen ebenfalls zu dem Verlust in Höhe von etwa 1.2 Milliarden bei.

 

Kennzahlen

Die Mitarbeiterzahl der Allianz SE beträgt zum Zeitpunkt Dezember 2013 etwa 147.627. 2013 erwirtschaftete die Allianz SE einen Umsatz von ungefähr 110,8 Milliarden Euro. Die EBIT liegen bei rund 10.1 Milliarden Euro (2013). Der Dividendenvorschlag wuchs um 18 Prozent auf 5.30 Euro. Den Vorstandsvorsitz und damit die Leitung des Unternehmens hat seit 2003 der deutsche Philosophie- und Rechtswissenschaftler Michael Diekmann inne. Helmut Perlet hat derzeit das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden inne. Die Aktie gehört zum DAX 30 und kann in Frankfurt am Main gehandelt werden.

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