Emotionen beim Investieren

Was Sie auch tun, achten Sie beim Investieren auf Ihre Emotionen!

EmotionenEmotionen beim Investieren beim Investieren; man möchte sie am liebsten ignorieren, aber der Mensch kann diese nicht ausschalten. Es ist sogar so, dass diese beim Investieren oftmals so stark sind, dass es nicht ohne Weiteres gelingt darüber nachzudenken und eine gute Entscheidung zu treffen. Sorgen Sie dafür, dass Sie ein Bild von Ihren möglichen Emotionen haben und falsche Entscheidungen somit weitestgehend vermieden werden können. Obendrein ist es sinnvoll während des Investierens mit jemandem in Kontakt zu stehen, der keine Beziehung zu Ihrem Geld hat, sodass Sie gemeinsam möglichst rational auf die Situation schauen können.

 

Emotionen bei Gewinnen

Die Emotionen können sich besonders dann äußern wenn es zu einem ansprechenden Gewinn kommt. Es ist Ihnen gelungen eine attraktive Rendite zu erzielen? Man ist froh und aufgeregt, schaut aber eventuell auch weniger kritisch auf künftige Investitionen. Steigt der Kurs weiterhin oder sollten Sie lieber den Gewinn nehmen und somit das Risiko eines Rückfalls vermeiden?

Wenn man Gewinne erzielt, sorgen Emotionen dafür, dass man mehr will – man geht aufs Ganze. Es ist die Entscheidung gegen den Gewinn, die dafür sorgt, dass man am Ende in einer neutralen oder gar negativen Situation landet. Bemühen Sie sich Herr über Ihre Emotionen zu werden – lassen Sie sich Gewinne auszahlen und starten Sie von vorn.

 

Emotionen bei Verlusten

Auf der anderen Seite gibt es auch die Emotionen bei Verlusten. Enttäuschung oder Wut, aber auch Kampfgeist spielen hier eine große Rolle. Besonders der Kampfgeist ist gefährlich, da dieser schnell dafür sorgen kann, dass man seinen Verlust zurück verdienen möchte. Wenn beachtliche Verluste entstanden sind, ist es sinnvoll diese hinzunehmen. Hierdurch entstehen häufig bessere Ergebnisse als bei dem Versuch die Verluste wett machen zu wollen.

Wenn die Emotionen die Überhand gewinnen, hält man an einer schlechten Position fest, wodurch diese die Möglichkeit bekommt, sich weiterhin zu verschlechtern. Man geht davon aus, dass der Kurs sich wieder fängt – auch wenn es keine deutlichen Zeichen hierfür gibt. Rechnen Sie mit Emotionen beim Investieren und versuchen Sie Verluste hinzunehmen, somit weitere Enttäuschungen zu vermeiden und einem negativen vitiösen Kreis zu entkommen.

 

Automatisches Handeln

Sie möchten Emotionen beim Investieren vermeiden, merken aber, dass es Ihnen schwer fällt? Dann ist es sinnvoll automatisch zu handeln. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass Sie die Entscheidung über Gewinne und Verluste nicht selbst machen müssen. Setzen Sie sich ein bestimmtes Ziel und eine Untergrenze für den Verkauf einer bestimmten Aktie. Informieren Sie sich nicht über die Kursentwicklung um zu verhindern, dass Ihre Entscheidungen nicht von Emotionen beeinflusst werden und Sie diese nachträglich anpassen.

 

Vertiefung in Emotionen

Viele Menschen streuen ihre Investitionen lieber über einen bestimmten Zeitraum als dass sie ihren gesamten Einsatz mit einem Mal anlegen. Schaut man auf den rechnerischen Aspekt, wäre es klüger den Gesamtbetrag komplett zu investieren. In diesem Fall berücksichtigt man, dass bei Investitionen in der Regel höhere Renditen erzielt werden als beim Sparen bei der Bank. Im Allgemeinen investieren Menschen nur einen kleinen Teil Ihres Vermögens und belassen den Rest auf dem Sparkonto. Sobald tatsächlich eine höhere Rendite erzielt wird als bei der Bank, ist der Investor dem (teilweisen) Sparer gegenüber immer im Vorteil.

Die Vergangenheit hat bereits oft gezeigt, dass es nicht immer so sein muss, dass der Aktionär attraktive Renditen erzielt. In wirtschaftlich schlechten Zeiten wechseln die Investoren massenweise zu „”sicheren” Banken. Investieren hat nämlich auch einen psychologischen Aspekt. Sobald die Wirtschaft sich erholt, entscheiden sich Menschen wieder für die Investition. Es bleibt die Frage: Warum ist das (zeitweise) Investieren in wirtschaftlich guten Zeiten so beliebt?

 

Psychologische Aspekte

Menschen möchten immer möglichst hohe Renditen erzielen. Hierfür sucht man nach den idealen Investitionen mit denen man in einem möglichst kurzen Zeitraum möglichst hohe Renditen erzielt werden.  Die klassischen Theorien gehen davon aus, dass der Mensch sich bezüglich der Finanzen berechnend und rational gibt. Die Praxis sieht leider anders aus.

Viele Studien haben im Lauf der Zeit gezeigt, dass das menschliche Handeln nicht vollständig rational ist. Hierdurch ist eine vollkommen neue Studienrichtung entstanden: Behavioural Financing. Dieses Studium richtet sich vor allem auf die Handlungen von Menschen wenn es um finanzielle Entscheidungen geht. Forscher möchten einen Blick auf die Unterschiede zwischen den klassischen Wirtschaftstheorien (Mensch=rational) und den modernen Auffassungen (Mensch=irrational) werfen. Des Weiteren untersucht man, warum Menschen das zeitweise Investment bevorzugen.

 

Die Prospekttheorie

Die Forscher und Nobelpreisträger Kahnemann und Tversky entwickelten die Prospekttheorie. Diese Theorie beschreibt die Art und Weise auf die Menschen konsistent von der in den klassischen Theorie beschriebenen Renditenmaximierung abweichen. In verschiedenen Tests entschieden die Testpersonen sich häufiger für die sichere, weniger gewinnbringende Option als für die riskante, aber auch gewinnbringende Möglichkeit. In Situationen, die einen Verlust ankündigten, entschieden die Testpersonen sich jedoch häufiger für die riskanten Optionen. Die Schlussfolgerung der Forscher war, dass die Trauer um einen Verlust größer sein musste als die Freude über einen Gewinn. Es hat sich gezeigt, dass Trauer schwerer (Faktor 2) wiegt als Glück. Das Suchen des Risikos in Verlustsituationen zeigte, dass man mit dem Ziel handelt, den Verlust einzugrenzen. In Gewinnsituationen geht es darum das Risiko zu reduzieren, angesichts der Tatsache, dass das Verlustrisiko schwerwiegender ist als die Gewinnchance.

Wenn man diese Theorie im Hinterkopf behält, lässt sich auch die Vorliebe für zeitweises Investment erklären. Das zeitweise Investieren ist weniger risikobehaftet als die einmalige Investition des Gesamtvermögens, Es ist jedoch so, dass zeitweise Investments häufig mit Langzeitinvestitionen kombiniert werden. Die Rendite kann somit lang auf sich warten lassen.

 

Die Theorie des Bedauerns (Regret-Theorie)

Neben der Prospekttheorie gibt es eine weitere: die Regret-Theorie oder auch die „Theorie des Bedauerns“. Diese Theorie konzentriert sich auch auf die Vorliebe des zeitweisen Investments. Bedauern ist eine Emotion, die sich zeigt wenn in der Vergangenheit eine falsche Entscheidung getroffen wurde. Investiert man direkt den Gesamtbetrag und sieht dann, dass die Kurse um 40% fallen, wird man diesen Schritt bedauern. Bedauern wiegt, genau wie der Verlust, schwer. Wenn Menschen Entscheidungen treffen, berücksichtigen Sie (un)bewusst auf die Gefahr etwas zu bedauern. Dies erklärt die Vorliebe für zeitweises Investment und den Investitionsstop in wirtschaftlich schlechten Zeiten.

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