Öffentliche und private Platzierung

Was ist eine öffentliche bzw. private Platzierung?

Wenn ein Unternehmen Aktien herausgeben möchte, kann dies entweder öffentlich oder privat erfolgen. Beide Methoden sorgen für den Verkauf der Aktien, konzentrieren sich aber auf eine andere Gruppe von Aktionären.

 

Privat und institutionell

Entscheidet sich ein Unternehmen für eine öffentliche Platzierung hat im Prinzip jeder die Möglichkeit sein Interesse anzumelden. Institutionellen Investoren haben, genau wie Privatpersonen, die Möglichkeit dieses anzumelden. Diese Interessensmeldung kann über eine Börse wie Deutsche Börse erfolgen. Berücksichtigen, dass majorisieren bei einigen Börsen verboten ist. Sie können sich also nur für eine Anzahl von Aktien anmelden, die Sie auch tatsächlich erwerben möchten. Auf diese Weise entsteht eine ehrliche Nachfrage.

Entscheidet sich ein Unternehmen für ein IPO, den ersten Schritt in Richtung der Börse, kommt es häufig zu öffentlichen Platzierungen. Hierdurch wird nämlich ein möglichst großer Kapitalmarkt angesprochen. Die Chance Kapital zur Wiederinvestition zu erwerben steigt.

 

Private Platzierung

Andererseits haben Unternehmen die Möglichkeit ihre Aktien privat anzubieten. Wie der Name bereits sagt, kommt es in diesem Fall zu einer Absprache zwischen dem Unternehmen und einer weiteren Partei, die als Aktionär auftritt. In der Regel handelt es sich um einen institutionellen Aktionär, der sich bereit erklärt hat, die Aktien zu einem bestimmten Kurs zu kaufen. Privatpersonen können diese Aktien nicht erwerben. Es handelt sich also um eine geschlossene Transaktion, die dem Unternehmen ein weiteres Wachstum ermöglichen soll.

 

Öffentliche Anmeldung

Der Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Platzierungen liegt also in der Zielgruppe. Die öffentliche Platzierung ermöglicht eine öffentliche Anmeldung. Diese erfolgt in der Regel mit dem Ziel möglichst viel Kapital zu erwerben. Unternehmen entscheiden sich häufiger für private Platzierungen, wenn Sie die Aktien bei einem bestimmten Investoren unterbringen möchten, um diese zu einem späteren Zeitpunkt eventuell zurückkaufen zu können oder zu verhindern, dass diese frei verhandelt werden.

 

Vor- und Nachteile

Natürlich haben beide Methoden Vor- und Nachteile. Unternehmen werfen einen Blick auf die Größe des angestrebten Kapitalmarkts und des gewünschten Kapitals, um diese gegeneinander abzuwägen. Des Weiteren ist es sinnvoll die Risiken eines freien Handels gegen die langfristigen Ziele des Unternehmens abzuwägen. Für Privataktionäre ist eine private Platzierung nachteilig, sie haben keine Möglichkeit ihr Interesse anzumelden und können die Aktien somit nicht erwerben.

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